Manor Montague
Ein Wochenende unter Freunden, ein Landsitz in der englischen Provinz, eine Einladung, die niemand ausschlagen konnte. Doch unter der polierten Oberfläche der feinen Gesellschaft brodelt es bereits – und nicht alle Gäste werden dieses Wochenende so verlassen, wie sie gekommen sind.
Viel Vergnügen – und auf ein erholsames Wochenende!
Das Gesicht, das ganz England kennt. Kameras lieben sie, Magazine reißen sich um sie – und wer sie einmal in einem Raum erlebt hat, versteht warum.
Lady Genevieve Harrington ist eine Montague. Das bedeutet: Haltung. Stil. Kontrolle. Immer. Auch wenn die Welt um sie herum ins Rutschen gerät.
Besonders dann.
Dieses Wochenende auf Manor Montague soll Erholung sein – Familie, Champagner, ein bisschen Gesellschaft. Doch Genevieve trägt mehr mit sich als ihr makelloses Lächeln. Hinter der Fassade brodelt etwas, das nicht immer leise bleibt.
Jung, schön, ungebunden – und vollkommen zufrieden damit.
Lady Isabella Pembroke ist die Art von Frau, die einen Raum betritt und sofort alle Blicke auf sich zieht. Nicht weil sie es verlangt. Weil sie es ausstrahlt.
Sie kennt die feinen Dinge des Lebens – und sie weiß genau, welche Gesellschaft sich lohnt. Ein Lächeln, das Türen öffnet. Ein Instinkt für Menschen, der selten trügt.
Dieses Wochenende auf Manor Montague? Für Isabella klingt das nach dem perfekten Wochenende. Champagner, alte Freunde, ein bisschen Leichtigkeit.
Wie sich das anfühlt, wenn die Leichtigkeit kippt – das ist eine andere Frage.
28 Jahre alt. Verheiratet. Vater. Sohn von Lord Reginald Montague.
Auf dem Papier klingt das nach einem Leben. In der Praxis ist es vor allem eines: ein Name, den man trägt – und dem man nie ganz gerecht wird.
Lord Declan Montague ist der Erbe von Manor Montague. Was das bedeutet, was danach kommt, was aus ihm werden soll – das weiß niemand so genau. Am wenigsten er selbst.
Er raucht zu viel. Er schläft zu wenig. Und er trägt etwas mit sich, das schwerer wird mit jedem Tag.
Wer diese Rolle spielt, spielt einen Mann am Rand – und fragt sich die ganze Zeit, wie nah er wirklich dran ist.
Er lädt ein, und alle kommen. So war es schon immer.
Lord Reginald Montague ist Hausherr von Manor Montague, Besitzer eines angesehenen Auktionshauses und der unbestrittene Mittelpunkt dieses Wochenendes. Ein Mann, der weiß, was er hat – und der es jeden spüren lässt.
Familie, alte Freunde, ein paar schöne Tage auf dem Landsitz. Tontaubenschießen, Champagner, Gesellschaft. Was als exklusiver Rückzug beginnt, entwickelt bald eine eigene Dynamik – aus Misstrauen, verborgenen Motiven und Wahrheiten, die besser im Dunkeln geblieben wären.
Diese Rolle ist ideal für den Spielleiter!
Er spricht wenig. Er beobachtet viel. Und er vertraut niemandem – außer vielleicht dem Mann, der ihn eingeladen hat.
Mr. James Clark ist Ex-Soldat. Das sieht man. Die Haltung, der Blick, die Art, wie er einen Raum betritt und sofort alle Ausgänge registriert. Ein Mann, der gelernt hat, ruhig zu bleiben, wenn andere die Nerven verlieren.
Sein Lebenslauf hat mehr Lücken als Einträge. Seine Narben sieht man nicht. Und was ihn wirklich antreibt – das sagt er nicht.
Wer ihn spielt, spielt einen Mann mit Tiefe. Und mit Geheimnissen, die schwerer wiegen, als sie zunächst scheinen.
Er fängt Schönheit ein – für Magazine, für Agenturen, für eine Welt, die ihn dafür bewundert. Doch wer Nathaniel Harrington wirklich ansieht, erkennt: Hinter der Kamera ist er am sichersten.
In die Familie Montague hat er eingeheiratet. Den Namen trägt er jetzt mit. Was das bedeutet – welchen Preis es hat, welche Türen es öffnet und welche es für immer verschließt – das weiß nur er.
Ein stiller Mann in einem lauten Haus. Einer, der beobachtet, wartet, schweigt. Und dessen Geschichte vielleicht die interessanteste von allen ist.
Während andere erben, arbeitet sie sich nach oben.
Mrs. Imogen Montague ist Auktionatorin und Kunstexpertin – die rechte Hand von Lord Reginald, wenn es um die wirklich wichtigen Deals geht. Sie kennt den Wert eines Gemäldes auf den ersten Blick. Und den Wert eines Menschen auf den zweiten.
Ehrgeizig. Fokussiert. Immer einen Schritt voraus.
Sie ist die Schwiegertochter des Hauses – aber wer denkt, das sei alles, hat sie noch nicht richtig angeschaut. Imogen spielt in einer anderen Liga. Und dieses Wochenende könnte der Moment sein, in dem alle das endlich merken.
Sie war schon hier, als die Kinder noch klein waren. Als die Herrin des Hauses noch lebte. Als Manor Montague noch ein anderes Haus war.
Mrs. Margaret Brown ist die Hausdame. Seit Jahrzehnten. Der unsichtbare Puls hinter allem, was hier funktioniert – den Mahlzeiten, den Gästen, den tausend kleinen Dingen, die niemand bemerkt, solange sie erledigt werden.
Man übersieht sie. Man redet an ihr vorbei. Man behandelt sie wie Teil des Inventars.
Aber Mrs. Brown vergisst nichts. Sie hat alles gehört. Alles gesehen. Alles behalten.
Und manchmal – wenn die Nächte lang werden – bröckelt die Mauer ein kleines bisschen.
